Cote

 

Bei der Cote kann man nun Unterschiede je nach sozialem Stand der Frau feststellen.

 

- einfache Cote

Gewand aus Wolle, knöchellang mit schlank geschnittenen langen Ärmeln. Eine Besonderheit bei den Ärmeln, verglichen zur heutigen Zeit, ist der Einsatz von kleinen dreieckigen Keilen auf der Rückseite, um dem Ärmel mehr Weite zu geben. Dazu läuft die Naht nicht unter dem Ärmel wie heute sondern auf der Aussenseite über dem Ellenbogen. Die Ärmel wurden unten entweder geschnürt oder mit 2-3 Knöpfen verschlossen.

An beiden Seiten setzt man mässig weite Gehren ein, welche bis zum eingesetzten Ärmel gehen. Der Halsausschnitt ist rund und hat vorne einen ca. 10-15 cm langen Schlitz, der mit einer einfachen Fibel verschlossen wird. Die Cotte kann mit Leinen gefüttert sein.

   

 

 

- gehobenere Cote

Der Unterschied zur einfachen Cote liegt nur in der Qualität der verwendeten Wollstoffe, aber auch in der Länge. Frauen aus gehobeneren sozialen Schichten trugen die Cotte bodenlang, eventuell sogar mit einer Schleppe. Als Futter für die Cotte wurden farblich im Kontrast stehende Stoffe aus Leinen oder Seide verwendet. Die Ärmel sind geknöpft, wobei die Anzahl der Knöpfe im Vergleich zur einfachen Cotte variieren kann. Eingesetze Gehren bilden einen grossen Saumumfang, wodurch der auf Bildern und Skulpturen dargestellte Faltenwurf erreicht wird.

 

Schnittvorlage:

Schnittvorlage für eine Cote, wie ich sie benutze. Ausgegangen bin ich hierbei von einer modernen Webbreite von 140 - 150 cm. Diesen halbiere ich erstmal, so daß ich zwei Stück von 70 - 75 cm Breite bekomme.

 

 

Aus der einen Hälfte schneide ich das Mittelteil (A). Die Länge richtet sich indivituell nach der Größe. Aus der anderen bekomme ich dann in der Regel noch die seitlichen Gehren (B) und die Ärmel (C) mit ihren dreieckigen Einsätzen (D) zugeschnitten.

 

Ärmel:

Ab ca. 1225 änderte sich die Mode langsam und die Ärmel wurden immer schlanker und Knöpfe kamen nach und nach in Mode.

Gundra Siepermann, Dez. 2003